


| Die Südinsel Neuseelands |
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Nach Maori Legende entstand die Südinsel (Te Wai Pounamu) und ihre spektakulären Southern Alps (Ka Tiritiri o te Moana), als vier Söhne des Himmelvaters (Raki) in ihrem Kanu (waka) kenterten. Durch ihre Unvorsichtigkeit wurden die vier himmlischen Brüder und ihr Waka in Stein und Erde verwandelt. Das Waka wurde zu Te Wai Pounamu, und die vier Söhne Rakis verwandelten sich in die höchsten Berge der Southern Alps. Aoraki (Mount Cook), ist mit 3754 Metern der höchste Berg Neuseelands und hat für Ngai Tahu, der auf der Südinsel ansässige Maori Tribe, eine besondere Bedeutung. Er stellt die Verbindung zwischen der spirituellen und der realen Welt her. Im geologischen Sinn wurde Te Wai Pounamu während der Eiszeit von Gletschern zugeschnitzt. Während dieser Zeit entstanden die spektakulären Marlborough Sounds, Fiordland, Flüsse und Gletscherseen der Südinsel. Die Southern Alps, die sich durch die Länge der Südinsel ziehen, wurden durch enorme tektonische Kräfte geformt. Das Resultat all dieser Aktivitäten ist eine atemberaubende vielfältige Landschaft. Die Insel hat ein gemässigtes Jahreszeitenklima, 0 - 10 C in den kälteren Monaten von Juni bis September, 15 - 25 C in den warmen Monaten von Oktober bis Mai. An der Ostküste herrscht ein trockenes Klima, die Westküste hat ganzjährig wechselhaftes Wetter, nicht umsonst findet man dort den weltweitbekannten Regenwald. Das Inselklima kann manchmal ein bisschen unberechenbar sein, auf der Südinsel gibt es einen Spruch der das Wetter sehr gut beschreibt: "Four Seasons in a Day". Es ist ratsam für alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Die Nächte können selbst im Sommer recht kühl sein, daher lohnt es sich auch warme Kleidung einzupacken, selbst wenn man im Sommer kommt.
Die Southern Alps bilden mit ihren Flüssen, die das kostbare Pounamu (New Zealand Greenstone) mit sich tragen, den uralten Wäldern und breiten Tälern, das Rückrad der Südinsel. Im Winter werden sie zum Skiparadies. Die Westküste ist Heimat zweier Gletscher die nicht glauben, dass die Eiszeit tatsächlich vorüber ist, sie fließen schon seit Jahrhunderten von den Bergen zur Küste durch den Regenwald dem Meer entgegen. Von Neuseelands 14 National Parks befinden sich 9 auf der Südinsel, Fiordland National Park umschliesst alleine 1.2 Million Hektar. Hier befinden sich die berühmten Wanderwege der Milford Track, Routeburn Track und Kepler Track. Die Alpen – und Fiordlandschaft hat sich seit damals kaum verändert und ist so schön wie eh und je. Flüsse, breite Täler, kristallklare Seen und aufragende Berggipfel begleiten den Wanderer. Im Gegensatz dazu kann man atemberaubende Strände des im Norden der Südinsel gelegenen Abel Tasman National Park, entweder per Fuss, mit dem Kayak oder einem Wassertaxi, erkunden. Te Waipounamu ist im Vergleich zur Nordinsel spärlich besiedelt. Von circa 4 Millionen Einwohnern Neuseelands leben knapp über 1 Million auf der Südinsel. Die Ostküste hat die grösste Einwohnerzahl und Christchurch, mit einer Bevölkerung von über 400 000, ist die grösste Stadt. |